Motiv: „Alan Kurdi“


Im September 2015 erschütterte ein Foto die Welt: der leblose Körper des dreijährigen Alan Kurdi, angespült an einem Strand in der Türkei. Alan ertrank, als seine Familie vor dem Krieg in Syrien fliehen wollte. Das Bild wurde zu einem Symbol für die menschliche Tragödie der Flüchtlingskrise und prägte die öffentliche Debatte über Flucht, Migration und humanitäre Verantwortung.
Bedeutung für Medienvielfalt:
Dass dieses Bild weltweit bekannt wurde, lag nicht an einem einzelnen Medium, sondern an der parallelen Berichterstattung vieler unterschiedlicher Stimmen: internationale Nachrichtenagenturen, große Tageszeitungen, unabhängige Journalist:innen und soziale Medienplattformen. Diese Vielfalt verhinderte, dass das Foto unterdrückt oder in einen einseitigen Kontext gezwungen wurde. Stattdessen erreichte es Menschen über unterschiedlichste Kanäle und Narrative – mal als politischer Appell, mal als humanitäres Mahnmal.
Medienvielfalt garantiert, dass auch unbequeme Wahrheiten sichtbar werden können. Wenn nur wenige, zentralisierte Stimmen den Informationsfluss kontrollieren, besteht die Gefahr, dass entscheidende Bilder – und damit entscheidende gesellschaftliche Diskussionen – nie gesehen werden.
Freiheit braucht das ganze Bild. Nur wenn viele Perspektiven nebeneinander existieren, können wir uns ein vollständiges, kritisches und persönliches Bild der Welt machen.














